Was für ein Wochenende…

Am vergangenen Wochenende war flugtechnisch nicht viel los… Der Grund? Der Junggesellenabschied von unserem Vereinsmitglied Raphael. Um 10:30 Uhr ging’s bereits los. Nach drei Stunden Paintball zogen wir weiter zum Sonderner Kopf, um dann per Schiff nach Attendorn zu fahren. Nach dieser kurzen Wanderpause ging’s dann weiter in die Stadt und mit dem Zug nach Heggen.
Die letzten Kilometer wurden dann aber wieder zu Fuß mit dem Bollerwagen bewältigt.
Am Platz angekommen, gab es dann feines vom Grill. Gegen 20:00 Uhr überraschte uns dann ein Dudelsack-Spieler, welcher uns ca. 30min mit Irischer Musik den Abend versüßte.
Anschließend endete der Tag mit einem gemütlichen Lagerfeuer, trotz der eiskalten Temperaturen.

Am Sonntag hatten wir ein paar Gäste, welche mit unserer Remo eine Runde über das Sauerland drehen wollten. Hierbei wurden sie von den Plettenbergern fotografiert. Vielen Dank für das Foto 🙂

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Am Boden und in der Luft

Am Samstag war bei uns reges Treiben. Es war ein wichtiger Tag für uns, da die Vereinsflugzeuge und ein paar private Segelflugzeuge ihre Jahresnachprüfung hatten. Außerdem musste bei unserer ASK21 noch ein Werkstattflug durchgeführt werden, da im Winter ein großer Teil der Mechanik durch Carsten und Tim erneuert wurde. 
Den Tag beendeten wir gemeinsam am Lagerfeuer.

Für einige Mitglieder begann der Sonntag schon sehr früh. Carsten, Steffen, Malte und Tim hatten eine Fahrradtour geplant. Sie fuhren pünktlich um 10:30 Uhr los. Das Ziel war die Nordhelle und die SGV Hütte Attendorn. Nach knapp 4 Stunden haben sie erfolgreich die 60 km hinter sich gebracht. Auch dieser Tag klang gemütlich am Lagerfeuer aus.

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Lebensretter im Hintergrund

Am Freitag wurden unsere Fallschirme neu gepackt. Seit Anfang der 30er Jahre wird in unserem Verein Luftsport betrieben. Am Anfang nur Segelflug, später kam Motorflug hinzu. Sicherheit wurde von Anfang an groß geschrieben. Allerdings muss sehr viel Aufwand betrieben werden, um diese Sicherheit zu gewährleisten. Neben der sehr guten Ausbildung der Piloten und der ständigen Kontrolle der Technik der Flugzeuge, spielen hier auch die Fallschirme eine Rolle. Beim Segelfliegen ist es lediglich für Flugschüler gesetzlich vorgeschrieben, einen Fallschirm mitzuführen. Dennoch macht dies so gut wie jeder Pilot eines Segelflugzeugs in Deutschland. Durch die relativ niedrige Geschwindigkeit und die Bauweise eines Segelflugzeugs besteht bei einem Notfall die Möglichkeit, das Flugzeug mit dem Fallschirm sicher zu verlassen. Dies kann zum Beispiel nach dem Zusammenstoß zweier Flugzeuge nötig sein. Wie selten der Ausstieg mit dem Fallschirm jedoch erforderlich ist, zeigt nicht nur die Statistik des LSC, sondern auch weltweit kommt es verhältnismäßig selten zu Notausstiegen dieser Art. 

Wie auch die Flugzeuge selbst müssen die Fallschirme regelmäßig gewartet und neu gepackt werden. Vorgeschrieben ist hierfür je nach Typ ein jährliches Intervall. Wir machen dies jedoch mindestens dreimal im Jahr. Zur Durchführung  benötigt man eine Ausbildung mit entsprechendem Sachkundenachweis. Unsere Vereinsmitglieder Gerd und Günter sind bei uns die Experten hierfür. Die Fallschirme werden bei der Überprüfung komplett ausgepackt, gelüftet, auf Beschädigungen überprüft und wieder neu eingepackt. Ein frisch gepackter Fallschirm öffnet sich im Notfall etwas schneller als einer, der vielleicht schon ein halbes Jahr unbenutzt im Flugbetrieb getragen wurde. Luftfeuchtigkeit und Temperaturunterschiede lassen das Tuch des Fallschirms etwas mehr zusammenhaften. Dieser, wenn auch meist geringe Zeitunterschied, kann im Extremfall aber entscheidend sein. Wir wollen uns unbedingt darauf verlassen, dass diese Lebensretter im Fall der Fälle die optimale Leistung haben. So ein Fallschirm, eigentlich Rettungsfallschirm genannt, hat mit den Sportgeräten der Fallschirmspringer nicht viel gemeinsam. Er besteht aus fast 40 m² Stoff in Form einer Runden Kappe und lässt sich nur bedingt steuern. Er dient wirklich nur dazu, dem Piloten im Notfall das Leben zu retten. Er wird also präventiv mitgeführt, ähnlich wie der Airbag bei einem Auto. Solange es unseren Verein gibt, ist nur von einem Fall bekannt, in dem eine Pilotin aus dem Flugzeug springen musste nach einem technischen Defekt. Gerd hatte diesen Fallschirm eine Woche zuvor persönlich neu gepackt. Auch wenn man natürlich nicht möchte, dass die Rettungsgeräte jemals gebraucht werden, war er an diesem Tag sehr froh, dass die Pilotin sicher am Boden angekommen war.

Für die meisten von uns ist es irgendwie ein bisschen selbstverständlich geworden, dass es die Rettungsfallschirme gibt und diese in einem guten Zustand sind. Dabei wird manchmal nicht daran gedacht, wie viel Arbeit hinter der Pflege steckt. Für das sorgfältige Neupacken eines Gerätes benötigen Gerd und Günter fast eine halbe Stunde. Wir haben insgesamt sieben dieser Lebensretter, dazu kommen noch einige aus Privatbesitz, um die die beiden sich ebenfalls ehrenamtlich mehrmals im Jahr kümmern. So sorgen sie, meist im Hintergrund ohne dass dies alle mitbekommen, für unser Sicherheit und man kann nur hoffen, dass ihre gute Arbeit auch weiterhin möglichst niemals auf die Probe gestellt werden wird.

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Jahreshauptversammlung und Frühjahrsbelehrung

Am vergangenen Freitag hatten wir unsere Jahreshauptversammlung im Gasthof Schriener. Neben den Ehrungen der Jubilare und den anstehenden Wahlen standen die Planungen und Termine für 2019 im Vordergrund.

Charly wurde für seine 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt, von denen er bereits 15 Jahre  als erster Vorsitzender den Vorstand leitet. Weitere Gratulationen gingen noch einmal an Dieter Epe, der erst kürzlich die höchste Auszeichnung für ehrenamtliche Tätigkeit im Verein vom Landesverband erhielt (wir berichteten) und Fabian Struwe für 25 Jahre Mitgliedschaft.

Neu gewählt bzw. wiedergewählt wurden in diesem Jahr der 1. Vorstandsvorsitzende (Dr. Karl-Dieter Lerch), der Geschäftsführer (Bernward Korte), der Kassierer (Oliver Lindenau), der technische Leiter (Gerd Grzibiela), der Platzwart (Marcel Reineke), der Pressereferent (Markus Bähr) und der EDV-Referent (Jürgen Ortmann). Unser neuer Ausbildungsleiter Sebastian Maag wurde bereits in einer vorausgegangenen Vorstandssitzung benannt und der neue Jugendleiter Tim Schröder wurde ebenfalls vorher bei der Jugendversammlung gewählt.

Lobend hervorgehoben wurde die gute Winterarbeit in diesem Jahr. Durch die rege Beteiligung vieler Mitglieder war es uns möglich, unsere ASK 21 umfangreich zu überholen. Auch die Dimona H-36 wurde mit viel Fleißarbeit technisch und optisch aufgewertet. Nach einem kleinen Missgeschick war es leider auch nötig, unsere Remo zu reparieren. Diese war bei Wartungsarbeiten von der Halterung gerutscht und hatte Beschädigungen an der Tragfläche und am Querruder erlitten. Unser aller Dank gilt den Horstmann-Brüdern für ihren schnellen und sorgfältigen Einsatz, so dass unsere Remo zu Saisonbeginn wieder zur Verfügung steht!

Für die Saison 2019 ist der Bau einer neuen Flugzeughalle geplant. Durch den neu geschaffenen Platz soll der regelmäßige Flugbetrieb, besonders in Bezug auf die Segelflugausbildung neuer Piloten, erleichtert werden. So müssen besonders die häufig benutzten Segelflugzeuge nicht mehr so oft auf und abgerüstet werden. Dies spart uns viel Mühe und Zeit.

In den Sommerferien findet in diesem Jahr der jährliche Sommerlehrgang an unserem Flugplatz statt. Hier können die teilnehmenden Mitglieder zwei Wochen lang täglich fliegen, soweit das Wetter mitspielt. Unsere Flugschüler können dabei ihre Flugpraxis besonders vertiefen.

Am Samstag trafen wir uns dann erneut zur jährlichen Frühjahrsbelehrung in der St. Laurentius-Schule in Attendorn. Es wurden nicht nur die wichtigsten Sicherheitsregeln wiederholt, sondern auch kleine Fehler angesprochen, die in der vergangenen Saison gemacht wurden. Jeder wurde aufgefordert, solche Fehler zukünftig offen anzusprechen und dadurch die Sicherheit im Flugbetrieb noch weiter zu verbessern. Außerdem wurde von Jürgen die neue Software „Vereinsflieger“ vorgestellt und es gab eine Einweisung in die Benutzung. 

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Goldene Auszeichnung für Dieter Epe

Am 12. Januarwurde Dieter Epe mit der Plakette in Gold des Deutschen Aeroclubs ausgezeichnet. Charly überreichte ihm die Auszeichnung auf der Feier seines achtzigsten Geburtstages in Olpe.

Die Plakette in Gold ist die höchste Form der Ehrung und wird ausschließlich an Einzelpersonen vergeben. Ausgezeichnet wird hiermit die für den Luftsport erwiesene ideelle und materielle Hilfe durch herausragende, ehrenamtliche Tätigkeit über viele Jahre an verantwortlicher Stelle in den Vereinen oder in den Gliederungen des Landesverbandes. Die Ehrung besteht aus einer Plakette und einer Urkunde.

Dieter war in seiner Jugend ein Gründungsmitglied unseres Vereins im Laufe der fünfziger Jahre. Er war jahrzehntelang Schlepppilot, Segelfluglehrer, 1.Vorsitzender und ist zurzeit ebenfalls Ehrenvorsitzender.Darüber hinaus dominierte er als Leistungssegelflieger lange die Sauerland-Segelflugwettbewerbe und ist Inhaber des Leistungsabzeichens Gold-C mit drei Diamanten. Dieter prägte wie kaum ein anderer die Geschichte unseres Luftsportclubs, sodass wir heute unseren Mitgliedern ein umfassendes Leistungsangebot unterbreiten können. Der Dank aller Mitglieder gilt ihm hierfür und fand in der Ehrung seinen äußeren Ausdruck.

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Frohe Weihnachten und „last minute“ Geschenke!!!

Wir wünschen allen zusammen frohe Weihnachten und viele gute Starts im neuen Jahr 2019. An dieser Stelle möchten wir uns auch ganz herzlich bei allen bedanken, die uns in dieser hervorragenden Saison unterstützt haben. Neben des starken Einsatzes der eigenen Vereinsmitglieder wurden wir von allen befreundeten Vereinen herzlich empfangen. So haben wir einen erfolgreichen Sommerlehrgang in Rudolstadt gehabt und konnten auch mal bei zu starkem Seitenwind auf unserer Piste zu den Kollegen nach Schmallenberg ausweichen. Die freundliche Unterstützung der Presse und die Zusammenarbeit mit Maximilian Müller brachte unserem Verein eine Menge positive Präsenz in der Öffentlichkeit. Auch gab es viel nettes Feedback der Leser unserer Veröffentlichungen bzw. der Zuschauer unseres neuen Imagefilms. Wir bedanken uns auch bei allen Besuchern unseres Flugplatzes. Viele hatten bei uns schöne Rundflüge genießen konnten.

Wir haben übrigens auch noch einen guten Tipp an alle, denen vielleicht noch ein Geschenk für Weihnachten fehlt: Schenkt doch einfach einen Gutschein für einen Rundflug im Motor- oder Segelflugzeug oder einen Schnupperkurs Segelfliegen. Solche Geschenke gibt es nicht nur auf den großen Onlineplattformen für Erlebnisgeschenke, sondern auch bei uns….und zwar deutlich günstiger!

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Theorieunterricht beginnt

Am kommenden Samstag, 01.12.18 starten wir mit dem Theorieunterricht zur Segelflugausbildung. Vorher laden wir zu einer kleinen Infoveranstaltung ein. Ab 14 Uhr kann jeder, der sich für die Segelflugausbildung interessiert, gerne bei uns am Flugplatz in Heggen vorbeikommen. Geplant ist ein kurzes Treffen, bei dem unsere Fluglehrer einen kurzen Einblick in Theorie und Praxis der Ausbildung geben und anschließend gerne alle Fragen beantworten. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Jugendliche (ab 13 Jahren) können und sollen gerne ihre Eltern mitbringen. Wer anschließend möchte, kann auch direkt unverbindlich an der ersten Theoriestunde für die aktuellen Flugschüler teilnehmen. Fragen im Vorfeld bitte an: Ausbildungsleiter@edku.de.

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Gewinne ein iPad und gib uns Deine Stimme!

Es ist wieder soweit. Seit dem 01. November findet die Stimmabgabe für den Verein des Jahres Finnentrop statt. Den Geldgewinn aus dem letzten Jahr haben wir in die Renovierung des Spielplatzes gesteckt, sehr zur Freude unserer „Nachwuchspiloten“. Einen möglichen Gewinn aus dieser Wahl möchten wir natürlich auch wieder sinnvoll investieren. Unter folgendem Link findet ihr alle Infos und könnt direkt eure Stimme für den LSC abgeben. Denkt daran, es lohnt sich nicht nur für den Verein: Unter allen Wählern wird ein iPad verlost und die Gewinnchance ist deutlich höher als beim Eurojackpot! Gebt eure Stimme jetzt gleich ab und überzeugt auch möglichst noch den Rest der Familie, Nachbarn und Freunde. Die Stimmabgabe ist bis Ende November möglich.

 

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Rückblick auf die Saison 2018!

Was für die Natur in diesem Jahr eine mittlere Katastrophe war, war für uns einmalig gut: Das Wetter! Wir sind nahezu jedes Wochenende und auch auf dem Sommerlehrgang fast jeden Tag geflogen was das Zeug hält. Dies zeigt sich auch im Rückblick sehr positiv:

Segelflugschulung

Tim und Jonas haben in diesem Jahr ihre Segelflugprüfung bestanden und haben nun den langersehnten Schein. Es haben vier neue Flugschüler mit der Ausbildung begonnen: Hannah, Patrick, Leo und William. Patrick und Leo haben es aufgrund der vielen fliegbaren Tage und hoher Eigenmotivation sogar bereits bis zur A-Prüfung geschafft. Zwei weitere A-Prüfungen wurden von Marco und Markus geflogen. Mit den zwei bestandenen Prüfungen und vier A-Prüfungen war die Saison wohl wirklich außergewöhnlich gut. Herzlichen Glückwunsch nochmal an alle.

Streckenflug

Wir waren in der Saison 2018 bei den dezentralen Wettbewerben mit 17 teilnehmenden Piloten sehr stark vertreten. Bei der deutschen Meisterschaft (Region NRW) gab es Spitzenleistungen in mehreren Klassen: In der 18-Meter Klasse belegte Carsten Friedrichs Platz 11 (von 271 Teilnehmern), in der Standardklasse erflogen sich Heiner Platz 3 und Karl Platz 5 (von 419 Teilnehmern) und in der Doppelsitzerklasse erreichten Charly Platz 2, Sebastian Horstmann Platz 4 und Robin Horstmann Platz 5 (von 536 Teilnehmern). Frauke vertrat uns bei den  Frauen und lag dort auf Platz 21. Der LSC hat mit diesen Platzierungen in der NRW-Gesamtrangliste 6 Piloten in den TOP 50 (von 1189 Teilnehmern). Sebastian erreichte im weltweiten OLC Vergleich sogar Platz 18 und hatte in seiner Wertung 5 Flüge mit Strecken über 1000 km. Ein Artikel zu unseren Streckenflugerfolgen erscheint in Kürze in den Medien (Zeitung und online).

Ausblick für 2019

Unsere Präsenz in der Öffentlichkeit zeigt langsam Wirkung. Wir haben wieder viele Artikel in den Medien veröffentlicht. Aber besonders bei den Auftritten auf der Attendorner Freizeitmesse im Mai und dem Bamenohler Herbstmarkt zeigte sich mal wieder, dass der Bedarf an Informationen über unseren Verein sehr groß ist. Viele waren sehr interessiert und für die neue Saison haben einige angemeldet, sich bei uns blicken zu lassen. Potentielle neue Flugschüler sind bestimmt dabei, so dass wir hoffentlich den dringend nötigen Nachwuchs für die nächste Zeit gesichert haben.

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Sooo viel Neues…

Von den letzten Tagen gibt es sehr viel zu berichten. Die Saison fühlt sich gerade an wie auf dem Höhepunkt, und das nicht nur wegen des schönen Wetters. Aber am Besten der Reihe nach:

Der Samstag startete mit einem unvergesslich schönen Flug von Carsten und Tim im Ultraleichtflugzeug. Bei Sonnenaufgang flogen die beiden eine Stunde quer durch unser schönes Sauerland. Die vorherrschende Bodeninversion füllte die Täler mit Nebel, der sich nur langsam auflöste und die aufgehende Sonne lies die Landschaft in wunderschönen Farben erscheinen. Solche Flüge sollte sich einfach jeder Pilot ab und an mal gönnen.

Kurz nachdem wir den Flugbetrieb gestartet hatten, bekamen wir Besuch von Steffi Funke. Sie betreibt die Internetseite „zauberhaftes-sauerland.com“ und hatte angekündigt, etwas über unseren Verein zu schreiben. Mit Kamera und Notizblock ausgestattet stellte sie uns viele Fragen für ihre Recherche. Die Einladung zum Mitfliegen hat sie leider dankend abgelehnt…Flugangst. Da kann man nichts machen. Davon überzeugen, dass unser Hobby fantastisch ist, konnten wir sie trotzdem, denn der Bericht ist wirklich toll geworden. Schaut selbst mal rein:

Link zum Blog

Der Flugbetrieb verlief am Samstag eher turbulent. Bei ordentlichem Crosswind glich das Segelfliegen eher dem Rodeo reiten. Trotzdem eine wichtige Übung für unsere Flugschüler, auch mal unter diesen Bedingungen das Segelflugzeug zu beherrschen. Samstagabend starteten dann Maik, Clarissa, Carsten und Carola einen besonderen Flug in der Cessna 182 – einen Nachtflug über NRW. Von Attendorn ging es zunächst quer durchs Sauerland nach Düsseldorf, wo sie die Erlaubnis erhielten, den Flughafen zu überqueren. Kurzer Blick auf das Konzert der Toten Hosen, dann direkt nach Köln/Bonn, wo sie den Dom umkreisten und anschließend nach freundlicher Genehmigung einen tiefen Überflug über eine Piste des Flughafens durchführten. Danach durften die vier auch noch einen Vollkreis über dem Flughafen fliegen. Zurück zunächst über unseren heimischen Flugplatz, der im Stockdunklen kaum zu erkennen war, flogen sie nach Paderborn zum Landen und Übernachten. Nach Hause ging es dann am nächsten Morgen mit guter Laune und vermutlich lang anhaltenden Erinnerungen an diesen fantastischen Flug. Einen Zusammenschnitt der Aufnahmen aus dem Cockpit findet ihr unter folgendem Link:

Der Sonntag bot ebenfalls mal wieder ein aufregendes Highlight. Die vierte A-Prüfung in dieser Saison wurde von Patrick absolviert. Auch er startete erst Anfang Mai seine Ausbildung bei uns und Dank dieser grandiosen Saison und seiner hohen Motivation darf er nun ebenfalls zum ersten Mal alleine ein Segelflugzeug fliegen. Die Anspannung vorher und die absolute Erleichterung nach seinen drei A-Flügen waren ihm anzumerken. Wer in dieser Situation aber nicht aufgeregt ist, ist auch nicht normal. Herzlichen Glückwunsch, Patrick!!!

Wir berichteten letzte Woche, dass wir, bzw. hauptsächlich Tim, Besuch vom WDR-Team hatten. Gestern war es dann endlich soweit. In der WDR Lokalzeit lief der Bericht über Tim und seinen Flugsimulator im Fernsehen. Alle waren schon vorher mächtig aufgeregt. Nach der Ausstrahlung stand das Handy nicht mehr still. Kommentar jagte Kommentar in der Flugplatz WhattsApp-Gruppe. Jeder ist stolz auf unseren Tim, der da ja auch wirklich was Tolles geleistet hat. Wie wir heute erfuhren, waren nicht nur die Vereinskollegen begeistert. Sat1 hat mit Tim Kontakt aufgenommen und möchte ebenfalls eine Reportage mit ihm drehen…wow! Jetzt wird Tim berühmt! Hoffentlich hebt er jetzt nicht ab und bleibt schön am Boden….ach nein, ist ja auch Quatsch J

Hier der link zur Mediathek vom WDR

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Leo (14), erster Alleinflug – der WDR war dabei !!!

Dass ein junger Teenager bereits mit 14 Jahren das erste Mal komplett alleine ein Segelflugzeug fliegen darf, ist zwar keine Seltenheit, dennoch ein sehr aufregender Moment. Wo man hierzulande mit 14 noch nicht mal ein Mofa fahren darf, sind bei der A-Prüfung neben dem Flugschüler selbst auch die Eltern, die Fluglehrer und alle Vereinsmitglieder ganz schön aufgeregt. Aber der Reihe nach….
Am 5. Mai diesen Jahres machte Leo seine ersten zwei Flüge im Schnupperkurs bei uns und da war für ihn nach eigener Aussage „die Sache schon klar“ (s. Bericht vom 08. Mai „Grandioses Wochenende“). Er meldete sich unmittelbar danach im Verein an und schnell war klar: Leo ist extrem motiviert und hat richtig Bock! Am Sonntag, also gerade mal zwei Wochen nach seinem 14. Geburtstag, hat sich sein Engagement noch in dieser Saison ausgezahlt. Ab sofort bekommt er die zur Segelflugausbildung nötige Unterstützung der Fluglehrer überwiegend vom Boden, während er alleine im Flugzeug sitzen darf. Herzlichen Glückwunsch!!!
Ein großer Zufall war es, dass wir zeitgleich Besuch vom WDR hatten. Frau Elisabeth Konstantinidis war mit Tim verabredet, um ein paar schöne Aufnahmen an unserem Flugplatz zu drehen und sich allerlei Infos über unseren Verein zu erfragen. Die Mitarbeiterin des WDR war auf Tim aufmerksam geworden, nachdem Ende Mai zunächst wir auf unserer Homepage und anschließend LokalPlus einen Artikel über sein besonderes Hobby veröffentlicht hatten. Darin berichteten wir darüber, wie sich Tim seinen eigenen Flugsimulator einer Boeing 737-800 NG gebaut hat. Dies fand Frau Konstantinidis so beeindruckend, dass sie den WDR schnell davon überzeugen konnte, hierüber eine eigene Reportage zu drehen. Bei sonnigem und ruhigem Wetter flog Tim mit ihr im Twin über das Sauerland, wo sie traumhaft schöne Aufnahmen machen konnte.
Tja, so sehen wir Tim, und vielleicht auch Leo, bald im Fernsehen…

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Traumwetter auf dem Bamenohler Herbstmarkt

Nach dem Unwetter vom letzten Wochenende belohnte uns der Herbst an diesem Wochenende mit einem schönen „Spätsommer“. Bei ruhiger Luft und hervorragender Sicht hatten wir Samstag und Sonntag Flugbetrieb, der Spaß machte. Am Sonntag waren wir mit unserer LS4 auf dem Bamenohler Herbstmarkt vertreten. Dieser war bei diesem wunderschönen Wetter natürlich sehr gut besucht und viele Besucher haben sich nicht nur für unser aufgestelltes Segelflugzeug interessiert. Wir haben zahlreiche Fragen beantwortet, unsere Flyer verteilt und es hat riesigen Spaß gemacht allen Interessierten ausführlich über unser außergewöhnliches Hobby und die tolle Gemeinschaft in unserem Verein zu erzählen. Wieder einmal haben wir festgestellt, dass viele ein ganz falsches Bild vom Segelfliegen haben. Die erstauntesten Gesichter gibt es immer zu sehen, wenn die Leute erfahren, dass das Fliegen bei uns nicht so teuer ist, wie sie denken. Volle Euphorie stieg bei vielen Teenies auf, wenn sie hörten, dass sie bereits mit 14 Jahren ein Flugzeug alleine steuern dürfen, wenn sie bei uns eine Segelflugausbildung machen. „Mama, Papa, das will ich unbedingt machen….“ hörten wir nicht nur einmal von den Begeisterten Jugendlichen. Und hoffentlich konnten wir auch einige unserer Besucher motivieren, uns am Flugplatz zu besuchen, um vielleicht mal einen Schnupperkurs zu machen!

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Wütende Fabienne besucht uns auf dem Drachenfest

Prinzipiell waren natürlich alle Besucher von uns herzlichen eingeladen worden, mit einem Besucher  hatten wir jedoch nicht gerechnet: Sturmtief Fabienne! Pünktlich zum kalendarischen Herbstanfang tobte auch der erste Herbststurm mit viel Regen über Deutschland. Auch wenn wir, was den Sturm angeht, noch recht glimpflich davon gekommen sind, machte uns der anhaltende Regen die Fortsetzung unseres Drachenfests nicht leicht. Schweren Herzens brachen wir am Sonntagmittag die Veranstaltung ab, nachdem auch schon die Drachenfliegerszene weitestgehend abgereist war. Für die wenigen, die sich bei diesem usseligen Wetter noch nach uns verirrt hatten, gab es noch Kaffee, Kuchen und frische Waffeln im Trockenen an unserer Kantine.

Am Samstag sah die Welt noch anders aus: Es war lange Zeit trocken und viele von diesem Sommer sonnenverwöhnte Sauerländer haben ihren Weg zu uns gefunden. Auch die Stimmung war trotz angekündigtem Wetterwechsel sehr gut. Am Abend gelang Arthur sogar das Höhenfeuerwerk, obwohl es leicht regnete. Den Kindern schien die nicht mehr ganz so milde Temperatur schon mal gar nichts aus zu machen. Im Kinderspielbereich war die Welt völlig in Ordnung und unser neu renovierter Spielplatz kam gut an.

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14. Internationales Drachenfestival am 22. & 23. September 2018

Nach einer hervorragenden Flugsaison steht auch in diesem Jahr wieder unser beliebtes Drachenfest vor der Tür. Hierzu laden wir wieder herzlich auf unseren Flugplatz in Heggen ein. Los geht´s am Samstag und Sonntag ab 11 Uhr, mit Nachtflugshow und großem Höhenfeuerwerk werden gleich zwei Highlights am Samstagabend geboten. Neben den echten Profis mit ihren farbenfrohen, beeindruckenden und manchmal lustigen Drachen, dürfen natürlich auch unsere Besucher ihre Drachen steigen lassen.

Für das leibliche Wohl sorgen wir natürlich auch wieder. Es gibt Kaffee und Kuchen, handfeste Mahlzeiten, Kaltgetränke und einen großen Kinderspielbereich. Mit dem Preisgeld für die Wahl zum Verein des Jahres 2017 haben wir unseren Spielplatz auf Hochglanz gebracht. Hier sollten sich also unsere ganz kleinen Gäste wieder besonders wohl fühlen. Neu in diesem Jahr ist der Verkauf von Wertmarken. Hierdurch erwarten wir deutlich kürzere Wartezeiten bei der Ausgabe der Speisen und Getränke!

Nach dem Motto „Ganz schön abgehoben“ präsentieren wir unseren neuen Flyer, beantworten gerne Fragen zum Thema Flugsport und Vereinsleben und hoffen auf großes Interesse. Der Eintritt ist natürlich kostenlos. Jetzt müssen wir alle nur noch die Daumen drücken, dass das Wetter mitspielt und alle Drachen in die Lüfte hebt!

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Sommerlehrgang Rudolstadt-Groschwitz

Am Samstag beendeten wir unseren zweiwöchigen Sommerlehrgang in Rudolstadt mit einem sehr positiven Resümee und kehrten mit vielen schönen Erinnerungen zurück nach Attendorn. Die Anzahl der Teilnehmer in diesem Jahr war so hoch wie nie und auch das Wetter und damit die Tage, an denen geflogen wurde, waren rekordverdächtig. Bis auf einen Tag, an dem unsere Remo aus technischen Gründen am Boden blieb, hatten wir jeden Tag Flugbetrieb.

Stimmung und Umfeld

Die Landschaft rund um Rudolstadt ist wunderschön. Wir wurden von den Mitgliedern des FSV Rudolstadt e.V. sehr freundlich empfangen und in den Flugbetrieb eingewiesen und integriert. Viele Geschichten und Anekdoten, nicht nur rund ums Fliegen, wurden auch abends bei kühlen Getränken ausgetauscht. Die Unterbringung am Campingplatz mit Kantine und in der Domäne war sehr gut, es fehlte uns an Nichts. Für Speis und Trank war stets gesorgt und das abendliche Beisammensitzen war immer gemütlich und lustig. Für die Nichtflieger und Angehörigen gab es im weiten Umfeld ebenfalls sehr viel zu erleben. Kultur, Shopping, Wellness, Abenteuer oder Sport, die Region hat sehr viel zu bieten. So hätten auch die aktiven Flieger sicher den einen oder anderen Tag bei schlechtem Wetter rumgekriegt.

Segelflugschulung

Dadurch, dass wir bis auf einen Tag täglich fliegen konnten, sind auch unsere Flugschüler voll und ganz auf ihre Kosten gekommen. Das größte Erfolgserlebnis konnte Marco mit seiner bestandenen A-Prüfung am 14. August verzeichnen. Nach drei sehr guten Starts und Landungen bekam er von uns traditionell einen wirklich schönen Strauß überreicht, überwiegend mit stacheligen Disteln. Im Anschluss versohlten ihm alle ordentlich den Arsch. Auch bei ihm zeigte diese bewährte Vorgehensweise zur Thermiksensibilisierung Wirkung und er konnte sich an den darauf folgenden Tagen für einige längere Flüge in der Luft halten. Markus, der erst vor Kurzem seine A-Prüfung hatte, bekam im Lehrgang seine Mustereinweisung auf der LS 4 und hatte viel Gelegenheit für die anstehende B-Prüfung zu trainieren. Patrick und Leo sind ihrem ersten Ausbildungsziel, also der A-Prüfung, ebenfalls ein großes Stück näher gerückt. Wir freuen uns schon darauf, wenn es soweit ist…

Streckenflüge

Die geeignete Topografie der Landschaft und das passende Wetter haben an einigen Tagen unser Streckenflieger mit genialer Thermik aus der Reserve gelockt. Steigwerte über 5 m/s waren keine Seltenheit, genauso wie Basishöhen über 2000 m. Gelegentliche Blauthermik machte es an manchen Tagen etwas schwieriger, was jedoch den Erfolg unserer erfahrenen Streckenflieger nicht schmälerte. Mit einer Summe von fast 6600 km Strecke hatten diese eine stolze Leistung hingelegt. Unter den beim OLC eingereichten 16 Streckenflügen waren 6 Flüge über 500 km und sogar einer mit 834 km. Hoffentlich wachsen in Zukunft aus den nachrückenden Segelflugschülern in unserem Verein noch einige gute Streckenflieger heran, Tim ist ja bereits auf dem besten Weg J

Statistik und Resümee

Insgesamt haben wir in diesem Sommerlehrgang 158 Segelflugstarts gemacht (135 F-Schlepp und 23 Eigenstarts). Unsere Segelflieger waren in Summe 166 Stunden in der Luft, die Gesamtschleppzeit betrug 14 Stunden und die Dimona war 7 Stunden unterwegs. Es wurde mehrheitlich beschlossen, dass wir unseren Lehrgang 2020 wieder in Rudolstadt-Groschwitz abhalten werden. Es gab wenig Kritik und hier und da etwas Verbesserungsbedarf, die positiven Meinungen und Eindrücke haben aber eindeutig überwogen. Die Organisation eines solchen Lehrgangs ist sehr umfangreich, egal ob es um die Verpflegung, die Unterkunft, die Absprachen mit den Leuten vor Ort oder um die ganze Logistik geht. Extrem gute Leistung und daher an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die sich bei der Organisation und Umsetzen aktiv beteiligt haben. Federführend hat natürlich besonders Toni maßgeblich zum Gelingen dieses Sommerlehrgangs beigetragen. Danke Toni!

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Markus „fliegt sich frei“

Das Wochenende war mal wieder für Alle was. Ob unsere Fluggäste, die bei schönstem Sonnenschein ihre Rundflüge machten, unsere Streckenflieger, die bei überwiegender Blauthermik ihre Ziele erreichten oder unsere Flugschüler, die an beiden Tagen auf ihre Kosten gekommen sind. Das besondere Erlebnis hatte jedoch unser zurzeit ältester Flugschüler Markus, der nach einem Jahr im Verein seinen Lernfortschritt beweisen konnte. Nach Zustimmung der Fluglehrer Wastel und Carsten durfte er seine ersten drei Alleinflüge im Twin III Acro durchführen und hat damit seine A-Prüfung bestanden. Dies wurde am Abend ordentlich gefeiert und Markus bekam von allen ganz kräftig den Arsch versohlt: Dies soll traditionell für die Zukunft das Hinterteil für die anstehenden Thermikflüge sensibilisieren. Scheint funktioniert zu haben, denn am Sonntag ist Markus dann bei gemütlicher Abendthermik mit der ASK 21 insgesamt über eine Stunde in der Luft geblieben. Herzlichen Glückwunsch nochmal von uns allen und weiterhin guten  Erfolg bei der restlichen Segelflugausbildung, die nun zum großen Teil ohne Kommandos von hinten aus dem Cockpit weitergeführt wird 🙂

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Mallorca Tour von Fabian und Tilman

Zur Vorgeschichte:

Aus einer Laune heraus entstand die Idee, mit unserem Vereinsmotorsegler nach Mallorca zu fliegen, dort ein paar Tage zu verbringen und danach wieder den Rückweg anzutreten.

Wieso?

Wieso eigentlich nicht?!?

man fliegt ca. 180 km über Wasser und müsste in einem Notfall im Wasser landen,

man fliegt pro Strecke ca. 8-10 Stunden und nach drei Stunden meldet sich der Rücken,

man sitzt ca. 16-20 Stunden unter einer Plexiglashaube und hat keine Klimaanlage,

Aber wieso eigentlich nicht….

Zeitsprung:

Die folgenden Monate waren geprägt von der Suche nach einem Mitflieger, von der Lektüre von Vorschriften und Regelwerken etc. Ziemlich schnell klar war auch die Notwendigkeit der Mitnahme von Schwimmwesten, mit Licht. Glücklicherweise hatte ein Vereinskamerad noch neue Schwimmwesten (Danke Peter!) und wir brauchten uns diese, ebenso wenig wie einen Notfalltransponder (Danke Frank!), nicht kaufen. Dann musste die Navigation sichergestellt werden, hier kamen zwei verschiedene Tools auf drei verschiedenen Geräten zum Einsatz, auch um eine ausreichende Redundanz zu haben. Da die Route nach Mallorca mindestens acht Stunden Flugzeit (ohne Windeinfluss) in Anspruch genommen hätte, trafen wir recht früh die Entscheidung jeweils nicht mehr als drei bis vier Stunden am Stück zu fliegen. Insbesondere um unseren Wasserhaushalt nicht zu sehr zu strapazieren. Den ersten Zwischenstopp wollten wir zwischen Dijon und Lyon machen (Macon Charnay oder Bourg Ceyzeriat), tanken und danach weiter nach Girona. Am nächsten Tag wollten dann nach Son Bonet, dem kleineren Flughafen auf Mallorca, „übersetzen“, danach einige Tage auf Mallorca genießen und uns dann, abhängig vom Wetter, wieder auf den Rückweg machen. Soweit erstmal ein hervorragender Plan. Aber insbesondere der Flug über das Mittelmeer erzeugte wohl in keinem von uns Beiden ein Hochgefühl. Auch die gegenseitige Versicherung, der Motor wisse ja schließlich nicht, dass er über Wasser fliegt und jetzt besser nicht kaputt zu gehen habe, sorgte eben nichtfür ein warmes, wohliges Gefühl…

Am Wochenende vor Abflug wurde die regelmäßige Wartung durch uns durchgeführt. Am Samstag vor dem Abflug wurde getankt und gepackt, nur das Wetter schien mit unserem hervorragenden Plan nicht so wirklich einverstanden zu sein. Für den Montagvormittag waren über der südfranzösischen Küste Regen und teilweise auch Gewitter vorhergesagt worden. Also am Sonntag, vor Abflug, nochmal die Vorhersage für die Strecke gecheckt und den Flugplan aufgegeben. Glücklicherweise gab es immer noch ein Zeitfenster, um bis nach Frankreich zu kommen. Nach dem Start verlief alles ruhig, der Motor verrichtete unaufgeregt seine Arbeit und wir konnten entspannt nach Frankreich fliegen. Im Anschluß and die Anmeldung bei der französischen Flugsicherung erfolgte die Grenzüberquerung, mit aktiviertem Flugplan kamen dann auch keine großen Rückfragen mehr. Da sich unser gewünschter Zielflughafen nicht per Funk erreichen lies, entschieden wir uns für das alternative Ziel. Dieses sollte auch am Sonntag geöffnet haben. Sollte. Nachdem wir den Flugplan per Funk geschlossen und den Wechsel der Frequenz vollzogen hatten, haben wir im Anflug auf Bourg Ceyzeriat nur noch mit uns selbst gesprochen. Durch den Einsatz von Händen und Füßen konnten wir von einem ortsansässigen Vereinsmitglied Sprit kaufen und weiterfliegen. Leider hatte sich das Wetter schon in Teilen überentwickelt, es war aber noch eine Lücke im Regenradar erkennbar. Also neuen Flugplan aufgeben und los. Kurz nach dem Abheben konnten wir schon zwei Schauergebiete sehen, laut Regenradar und offiziellem Wetterbericht sollte das noch passen. Der Fluglotse ließ uns auch unkompliziert den Kurs und die Höhe ändern, aber dann ließen Blitze unser Funkgerät „knacken“, obwohl dies so nicht im Regenradar erkennbar/vorhergesagt war. Wir entschieden uns dazu umzukehren, Physik gewinnt schließlich immer, egal was man aus dem Wetterbericht gelesen hat. Nachdem wir den Flugplan wieder geschlossen hatten, kam schon der erste Schauer über unseren neuen/alten Zielflughafen. Wir landeten bereits im Regen und haben den Schauer noch im Flieger abgewartet.

Danach haben wir uns erneut die Vorhersage für die Mittelmeerküste angeschaut und mussten leider feststellen, das mit Mallorca wird in den nächsten Tagen wegen Gewitter und hoher Luftfeuchtigkeit nichts. Auch die Alternative, in Richtung Triest oder Split zu fliegen, war aussichtslos. Beim Abendessen studierten wir erneut das Wetter, stellten fest, dass wir beide noch nicht in Brighton (UK) gewesen waren und entschieden uns dazu das am folgenden Tag zu ändern. Ein weiterer hervorragender Plan. Ende Tag 1.

 

 

Am frühen Morgen liefen wir mit unserem Gepäck zum Flughafen. Wir waren ein wenig in Eile, da es bis vor Kurzem noch geregnet hatte und eine sehr niedrige Quellwolken-Bewölkung (2/8) und darüber liegende Schichtwolken-bewölkung (8/8) zu sehen war. Der Wetterbericht hatte sich über Nacht noch ein wenig verschlechtert und wir hätten dort am späten Vormittag für zwei oder drei Tage festgehangen. So konnten wir uns vor den Schauern und Gewittern nach Norden aufmachen und unserem Flugplan folgen. Auch das Wetter wurde langsam wieder besser. Für die Zwischenlandung nach ca. drei Stunden wählten wir den Flughafen Le-Touquet, ein Flughafen mit eigener Kontrollzone und der Möglichkeit die Zoll- und Einreiseformalitäten zu erledigen. Nach der Landung bemerkten wir recht schnell, dass der hintere Reifen einen Platten hatte und standen deswegen erstmal auch ziemlich „aufmerksamkeitserregend“ mittig auf dem Vorfeld. Nach den Formalitäten mit den freundlichen Zollbeamten und dem Flughafenpersonal wurden wir auch direkt mit der ansässigen Werkstatt in Kontakt gebracht. Da wir uns für 13:00 Uhr bei den englischen Behörden angemeldet hatten, wurden wir auch zuvorkommend behandelt und der Schlauch zeitnah geflickt. Die Dimona wurde dann vielleicht zum ersten Mal per Tanklastwagen betankt. Ein erneuter Blick auf das Wetter deutete aber nun für den Abend in Südengland Gewitter an, sodass wir nach einem kurzen Snack direkt wieder losfliegen wollten, um Brighton schnell zu erreichen. Am Tag darauf wollten wir dann nach Oxford oder direkt nach Duxford um das dortige Imperial War Museum zu besuchen, welches wir beide noch nicht gesehen hatten. Wieder ein hervorragender Plan. Dieser Plan überlebte aber nicht mal den Start, da beim Anrollen auf der Startbahn der Flicken des Schlauches nicht hielt und wir mit starken Vibrationen von der Bahn rollen mussten. Ein Ersatzschlauch war in der Werkstatt am Flughafen leider nicht aufzutreiben. Aber der örtliche Feuerwehrmann unseres Vertrauens stellte einen Kontakt zu einem Reifenhändler her, dieser konnte uns dann für zehn Euro einen neuen Schlauch geben. Der Einbau führte aber dazu, dass wir erst mit mehr als zweistündiger Verspätung in Brighton angekommen wären. Aufgrund des Wetters in England, auch für die nächsten Tage, entschieden wir am nächsten Morgen wieder zum Heimatflughafen zurück zu fliegen, bevor wir für ein oder zwei Tage hier oder in Brighton festgesessen hätten. Ein sehr guter Plan. Nachdem wir dieses Vorgehen mit den Mitarbeitern des Flughafens abgesprochen hatten, haben wir die Erlaubnis bekommen schon am frühen Morgen zu starten. Aber auch das würde bei dem Wetter nicht einfach werden, die Regen- und Gewittergebiete waren uns von der Mittelmeerküste gefolgt und würden uns Dienstag wohl einholen. Ende Tag 2.

Am nächsten Morgen aktivierten wir unseren Flugplan, aber aufgrund des Wetters würde es wohl nicht in einem Rutsch gehen, und flogen los. Bereits nach einer knappen Stunde wurde eine niedrige Schichtwolken-Bewölkung (8/8) erkennbar und wir begannen vorsorglich mit dem Sinkflug. Dann informiert uns die Fluglotsin darüber, dass ein anderer Flieger im Vorausbereich wetterbedingt umkehren musste. Wir beschlossen, für ca. eine Minute unter die Wolken zu gehen und landeten auf dem Flughafen Arras-Roclincourt. Da wir von der Flugsicherung aufgefordert wurden uns telefonisch zu melden, konnten wir auf diesem Wege den Flugplan schließen. Nachdem wir die Bekanntschaft mit ein paar Vereinsmitgliedern gemacht hatten, gab es auch in den Räumen der Flugschule einen Kaffee und wir konnten unser weiteres Vorgehen planen. Da dort eine Luftfahrerkarte von Frankreich, Belgien etc. hing, kam bei uns der Gedanke auf, vielleicht durch Belgien zu fliegen und somit nicht mehr südlich von Luxemburg vorbei zu müssen. Wir wollten an diesem Tag noch den Versuch unternehmen nach Deutschland zu kommen oder ein Teilstück zu schaffen, sofern wir bis 14:00 Uhr besseres Wetter bekämen. Mittlerweile hatten wir genug Erfahrungen mit Plänen gemacht um die Erfolgsaussichten diesesPlanes einschätzen zu können. Nach einem Fehlversuch gegen 11:00 Uhr starteten wir einen weiteren gegen 14:00 Uhr und die Wolkenuntergrenze erlaubte den Weiterflug. Wir erwarteten aber nach ca. einer Stunde Flugzeit schon ein weiteres Regengebiet über Belgien. Da der Rückweg im Zweifelsfall frei gewesen wäre, unternahmen wir aber trotzdem den Versuch. Leider hatten wir schon vor der belgischen Grenze ein großes Niederschlagsgebiet vor uns und entschieden uns noch vor Belgien, in Charleville, zu landen. Dort konnten wir dann das aktuelle Regenradar und den offiziellen Wetterbericht anschauen. Es deutete sich ein erneutes Zeitfenster für den Flug nach Deutschland an, aber wir haben vorsorglich schon mal nach Hotels gesucht… Gegen 16:00 Uhr haben wir dann die Rückseite eine Schauers genutzt um via Belgien bis nach Deutschland zu kommen. Den Flug konnten wir aufgrund der Motorleistung der Dimona leider nicht über den Wolken durchführen, zumindest konnten wir so die belgische Landschaft genießen. Über Deutschland wurde das Wetter dann kurz besser, bis wir durch ein weiteres Regengebiet fliegen mussten. Die Fluglotsin wies uns auf die Möglichkeit hin, einem aufziehenden Gewitter noch Norden auszuweichen, sofern wir bei Köln/Bonn die Freigabe erhalten würden. Auch diese Freigabe wurde uns auf Nachfrage kurzerhand gewährt, wir mussten nur (gemäß der Anweisungen des Towers) einem A320 Platz machen, aber wir wollten mal nicht so sein 😉 Die letzte halbe Stunde unserer Tour bis zur Landung in Heggen verlief dann tatsächlich so wie die ersten drei Stunden: ereignislos, ohne Regen, ohne Gewitter. Ende Tag 3.

Insgesamt können wir nach dieser Tour folgendes festhalten:

Die französischen, belgischen und deutschen Fluglotsen waren ausnahmslos hilfsbereit, unkompliziert/flexibel und freundlich. Ein Flugplan ist schnell aufgegeben und macht es für alle Beteiligten leichter; es müssen vor allem weniger (Rück-)Fragen gestellt werden, was auch weniger Funkverkehr und Stress erzeugt.

Bei einem solchen Vorhaben kommt es zu heftigem Stalking der Vereinskameraden via Flightradar etc.

Hat alles so geklappt, wie es geplant war? Nein, nicht einmal ansatzweise.

War es immer nur schön und alles einfach? Nein, nicht einmal ansatzweise.

Würden wir sowas wieder machen? Ja! Ja! Ja! (Aber gerne in einem größeren Flieger 😉 )

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Junggesellenabschied an der Wasserkuppe

Letztes Wochenende haben wir Nuno von seinem Junggesellendasein verabschiedet. Er selbst wusste bis kurz vor dem Ziel nicht, was ihn erwartet. Mit einer Gruppe von 22 Leuten sind wir mit ihm an die Wasserkuppe gefahren, wo er dann einen Flug mit einer SG 38 machen durfte. Dieser historische Gleiter wurde in den 1930er Jahren entwickelt und galt in den 1940er Jahren als das meistgebaute Flugzeug der Alleinflugausbildung. Im Anschluß haben wir den Rest des Tages und die Nacht auf einem Indianer Tipi-Zeltplatz verbracht. Bei Lagerfeuer, kleinem Badesee und Barbecue gab es eine Menge Spaß. Nach einem reichhaltigem Bauernfrühstück ging es dann am Sonntag wieder zurück an unseren Flugplatz zum Fussball schauen und weiter grillen.

Neben kleineren Kollateralschäden war dies ein extrem gelungenes Wochenende und zeigte uns mal wieder, dass beim LSC Teamgeist und Spaß groß geschrieben werden! Wir bedanken uns auch nochmal bei unserem Chauffeur Jürgen und bei unserem Alleinunterhalter Heiner, ohne den vor allem die Rückfahrt bestimmt langweilig gewesen wär.

Obwohl ein großer Teil des Vereins unterwegs war, inklusive fast aller Fluglehrer, zeigten unsere Mitglieder am Samstag ihre hohe Motivation und stellten einen ordentlichen Flugbetrieb auf die Beine. Riesen Dankeschön hierfür auch an Karl, der sogar noch neben der Segelflugausbildung an unserer Dimona geschult hat. 🙂

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Doppelprüfung gemeistert!!!

Noch vor Kurzem haben wir online und in den Medien über die erfolgreichen Streckenflüge von Jonas und Tim berichtet. Diese waren ein erforderliches Ausbildungsziel, um für die abschließende Prüfung zum Segelflugpiloten zugelassen zu werden. Am Sonntag haben die beiden dann gleich im Doppelschlag ihr Ziel erreicht. Mit Bravour sind sie ihre Prüfungen geflogen und bekommen nun ihre offizielle Segelfluglizenz LAPL(S). Die Aufregung vor der Prüfung, sowie die deutliche Erleichterung danach, merkte man den beiden an. Nun machen sie etwas Platz für die nachrückenden Flugschüler, denn unsere Fluglehrer nehmen sie jetzt erstmal nicht mehr in Anspruch 🙂

Wir gratulieren herzlich für diesen Erfolg und wünschen „allways happy landings“!

Neben den Prüfungen haben wir das Wochenende, besonders den Sonntag, aber auch für die Ausbildung genutzt. Mit über 20 Schulstarts und wieder mehreren Rundflügen für unsere Gäste waren das mal wieder zwei kurzweilge Tage im Flugbetrieb. Man hat generell den Eindruck, dass in dieser Saison bislang alles passt: Wetter, Motivation und auch die Stimmung im Flugbetrieb und beim abendlichen Ausklang. Weiter so!

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