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Nach langer Durststrecke: Streckenflieger des LSC Attendorn-Finnentrop e.V. starten durch

. Nach einem schwierigen Start in die Segelflugsaison konnten die Streckenflieger des LSC Attendorn-Finnentrop in den vergangenen Wochen mit einer Reihe beeindruckender Flüge auf sich aufmerksam machen. Nachdem die Wetterbedingungen bis Mitte Juni kaum Möglichkeiten für weite Streckenflüge boten, sorgten mehrere erfolgreiche Langstrecken für einen versöhnlichen Verlauf der Saison.

Bis Mitte Juni verlief die Saison aus Sicht der Streckenflieger eher enttäuschend. Während im Süden und Osten Deutschlands bereits zahlreiche anspruchsvolle Flüge gelangen, mussten die Piloten im Sauerland häufig tatenlos zusehen. Zwar absolvierte Patrick Funke bereits am 22. Mai einen Flug über nahezu 680 Kilometer, allerdings konnte er die ursprünglich angemeldete Strecke aufgrund nachlassender Thermik nicht vollständig fliegen. Dadurch gingen wertvolle Punkte in der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug (DMSt) verloren.

Mit besseren Wetterbedingungen Mitte Juni änderte sich das Bild jedoch deutlich. Am 18. Juni gelang Patrick Funke ein erfolgreich angemeldeter Zielrückkehrflug über 600 Kilometer bis nach Pegnitz in Franken und zurück. Vereinskollege Heiner Fernholz hatte mit seinem motorisierten „Discus bT“ ein ähnliches Vorhaben, musste jedoch beim Erreichen des Thüringer Waldes den Hilfsmotor einsetzen. Dadurch wurde sein Flug in der Wertung erheblich abgewertet.

Auch der Juli begann vielversprechend. Am 1. Juli absolvierte Funke erfolgreich ein angemeldetes 600-Kilometer-Dreieck mit Wendepunkten im Saarland, bei Aachen und im Hochsauerland. Nur zwei Tage später folgte bereits der nächste Höhepunkt: Ein angemeldeter Zielrückkehrflug führte ihn über mehr als 700 Kilometer bis in die Nähe von Křiženec in Tschechien. Dank weiterhin guter Bedingungen konnte er den Flug nach der Rückkehr ins Sauerland sogar auf knapp 1.000 Kilometer verlängern.

Heiner Fernholz hatte am selben Tag eine etwas kürzere Variante dieser Strecke geplant, musste jedoch nach 552 Kilometern bei Allendorf wegen fehlender Thermik erneut den Motor nutzen und verlor dadurch wertvolle Wettbewerbspunkte.

Auch das Wochenende am 11. und 12. Juli brachte dem LSC Attendorn-Finnentrop weitere Erfolge. Carsten Friedrich startete in Attendorn und legte an den beiden Tagen Strecken von 330 beziehungsweise knapp 400 Kilometern zurück.

Patrick Funke war an diesem Wochenende von der Wasserkuppe in der Rhön aus unterwegs – einem Ort, der als Geburtsstätte des Segelflugs gilt. Von dort aus absolvierte er zunächst ein angemeldetes Dreieck über 630 Kilometer mit Wendepunkten bei Regensburg und Chemnitz. Einen Tag später folgte ein weiterer Zielrückkehrflug über 717 Kilometer bis kurz vor Linz in Österreich. Besonders in Erinnerung bleiben wird ihm dabei der Flug durch den Böhmerwald in Tschechien und den Bayerischen Wald. „Das war einer der eindrucksvollsten Flüge meines Lebens“, berichtet Funke begeistert.

Erfreulich entwickelt sich auch der Nachwuchs im Verein. So konnte Simon Brocksieper bereits seine ersten Streckenflüge für die DMSt melden – ein vielversprechendes Zeichen für die Zukunft der Streckenfluggruppe.

Da die Streckenflugsaison wetterbedingt meist nur bis etwa Mitte August dauert, hoffen die Pilotinnen und Piloten des LSC Attendorn-Finnentrop nun auf weitere gute Flugtage. Wer die Flüge des Vereins live verfolgen oder sich selbst ein Bild von den beeindruckenden Strecken machen möchte, kann dies über die Online-Plattform WeGlide tun.