Unser Resümee

19 Stunden Flugzeit
15 Flugplätze
2.500 km Flugstrecke
und unendlich viele Eindrücke..

.. das kam in 11 Tagen Urlaub zusammen.

Anfangs schien es eine fixe Idee gewesen zu sein – einmal mit der Dimona um Deutschland herum.
Dass das allerdings so erfolgreich und unkompliziert werden würde hätten wir selbst nicht gedacht. Es war so wie wir uns den Urlaub vorgestellt haben – und schöner! 🙂

Einige Faktoren mussten allerdings stimmen zu unserem Glück:

  • Das Wetter: so viel Glück kann man eigentlich gar nicht haben. Danke an Karl für die gute Wetterberatung.
  • Die Flugplätze: wir sind immer freundlich aufgenommen worden und konnten auf die Unterstützung der einheimischen zählen. Vielen Dank!
  • Das Flugzeug: die Dimona ist auch nicht mehr die Jüngste, hat uns aber nie im Stich gelassen und auch in 3000 Metern ihren Dienst getan.
  • Der Verein: der uns die Möglichkeit bietet eine solche Tour mit einer Vereinsmaschine zu machen.

Ein Dank gilt auch Carola die für uns fast täglich die Berichte auf die Internetseite gestellt hat.

Abschließend können wir nur jedem eine solche Tour ans Herz legen, wir haben viele tolle Dinge gesehen, tolle Leute kennen gelernt und sind mit so vielen Eindrücken wieder zurück gekommen. 🙂

Tag 11 – 01.07.2015

Langeoog – Attendorn

Es war 8 Uhr morgens und der Stern brannte bereits auf Hochtouren. Höchste Zeit um zum Strand zu gehen. Keine Wolke und einfach nur Urlaub – das hat man nicht oft. Doch schon bald mussten wir aus diesem Grund in den Schatten wechseln um nicht völlig zu verbrennen.

Bis zum Mittag überlegten wir wie die Reise weiter gehen soll, noch einen Tag auf Langeoog bleiben, zur nächsten Insel, nach Hause..

Beim Essen entschieden wir den Heimweg anzutreten. Die Temperaturen zehren an den Kräften und der Konzentration. Wir verbrachten noch ein wenig Zeit am Strand bis wir uns um 17 Uhr auf den Weg der letzten Etappe unserer Deutschlandrundreise machten. 2 Stunden später konnten wir die Bigge am Horizont erkennen und kurz danach auch den Flugplatz.

Wir sind wieder ZU HAUSE – völlig fertig aber wahnsinnig glücklich 🙂

Tag 10 – 30.06.2015

Timmendorfer Strand – Hamburg Hafen – Uetersen – Langeoog

Die Temperaturen steigen und das Wetter wird wie im Bilderbuch beschrieben – ein Grund mehr früh aus dem doch recht warmen Zelt zu kriechen. Um nicht in die Mittagspause des Flugplatzes auf Langeoog zu kommen war Trödeln auch nicht in der Zeitplanung.
Gestartet sind wir um 09:13 Uhr in südliche Flugrichtung nach Lübeck, ab da konnten wir der A1 nach Hamburg folgen. 5 Minuten vor Erreichen des Autobahnkreuzes mussten wir Hamburg Turm anfunken um eine Durchflugerlaubnis zu bekommen. So konnten wir direkt and er Elbe entlang den schönen Anblick genießen.
Ein kleines Stück weiter erreichten wir „die höchsten Strommasten Europas“, die rechts und links neben der Elbe stehen. Ab dort begannen wir mit dem Anflug auf Uetersen – für uns nur ein Tankstopp bevor dir Reise weiter nach Langeoog ging.

Weiter ging es über Stade, Bremerhaven und quer über den Jadebusen bis Langeoog in Sichtweite war. Etwas komisch war es schon den Anflug über Wasser zu machen. Sicher und mit heilem Fahrwerk gelandet (da gibt es eine längere Vorgänger-Geschichte) machten wir die Dimona bereits fertig für die Nacht.
Anschließend liehen wir uns Fahrräder und erkundeten die Insel – bis zum Ostende immerhin 12 km in eine Richtung.

Nach dieser sportlichen Einlage war dringend Strandfeeling angesagt. Ausruhen von dem langen Tag der hinter uns lag. Bevor wir das Stadium eines Krebses erreicht hatte machten wir uns auf den Weg zum Essen um anschließend einen schönen Abend auf Langeoog zu verbringen.

Geschlafen wurde diese Nacht ohne Zelt unter der Fläche, warm genug und deutlich erträglicher als mit Zelt.

Tag 9 – 29.06.2015

Strausberg – Stralsund – Timmendorfer Strand

Nach einer erholsamen Nacht in Strausberg sollte es weiter nach Norden an die Ostsee gehen. Das erste Tagesziel hieß Stralsund, um in Übung zu bleiben verzichteten wir für diesen Flug komplett auf moderne Hilfsmittel und nutzten ausschließlich Karte und Kompass um ans Ziel zu kommen.

Nach einer Stunde kamen wir tatsächlich in Stralsund an – Glück gehabt. 😉

Kurzer Hand haben wir uns Fahrräder geliehen und sind zum Essen in die Stadt geradelt. Da haben wir auch entschieden den Tag zum weiter fliegen zu nutzen.

Von Stralsund ging es dann weiter über Rügen und an der Ostseeküste entlang Richtung Lübeck bis zum Timmendorfer Strand. Dort angekommen verzurrten wir die Dimona und liehen uns erneut Fahrräder. Nach einer drei stündige Erkundungstour kamen wir wieder in Richtung Flugplatz, wo uns plötzlich ein Mann hinter her lief, ein kurzer Schreck – doch dann erkannten wir Wolfgang Umlauf der mit seiner Familie hier im Urlaub ist.

Schon bald planten wir die Tour für den nächsten Tag, das Wetter schien vielversprechend. Ziel ist die Kontrollzone Hamburg, ein Tankstopp in Uetersen bis wir dann auf Langeoog die Sonne genießen.

 

Tag 7 und 8 – 27./28.06.2015

Zwischenstopp Ottengrüner Heide – Strausberg

Das Wochenende lässt sich leicht zusammenfassen. Den Samstag haben wir bei sehr mäßigem Wetter mit Regen bei den Ottengrünern verbracht. Tagsüber waren wir in der Sauna, später haben wir ein paar Filme geguckt bevor wir uns Gedanken gemacht haben wie es am nächsten Tag weiter gehen soll.

Sonntag sah dann doch sehr vielversprechend aus. Nachdem wir die Dimona wieder beladen haben flogen wir noch ein paar Platzrunden bevor es Richtung Norden ging.
Uns bot sich eine tolle Rückseite mit bestem Segelfliegerwetter im Gepäck, der Kurs ging zunächst auf Plauen und Zwickau, weiter nach Strausberg bei Berlin wo wir landen wollten. Schon schnell zeichnete sich Dresden am Horizont ab.

Auf der Funkfrequenz von Attendorn haben wir das erste Mal wieder Kontakt zu unseren Fliegerkollegen aus der Heimat. Die befinden sich auf einem Überlandflug an der Wasserkuppe.
Kurze Zeit später gab es unter uns nur noch Wald, in der Ferne konnte man schon die Cargolifter-Halle erkennen. Mittlerweile befindet sich dort das große Erlebnisbad Tropical Island. Die Flughöhe galt es ab hier genau einzuhalten, wir waren genau unter der Kontrollzone von Berlin.

Am Flugplatz Strausberg angekommen mussten wir noch ein paar Wartekreise fliegen, da anlässlich des Flugplatzfestes und der 775 Jahrfeier von Strausberg noch Flugvorführungen stattgefunden haben. Da war richtig was los, wir kamen genau richtig. Dann hieß es aber „Whisky Oskar beschleunigt anfliegen und Landung frei Piste 23“ – gesagt getan.
Nach der Landung rollten wir vorbei einer Ausstellung von 7 Stemme Motorseglern, unzähligen Kunstflugmaschinen bis zu einem Geschäftsreiseflugzeug in Entenbauweise. Also schnell die Dimona abgestellt und erstmal über das Flugplatzfest flaniert. 🙂

Zelten durften wir wieder direkt auf dem Gelände neben dem Flugzeug. Nachdem das Nachtlager aufgeschlagen war gingen wir zurück zu den ansässigen Segelfliegern und ließen den Abend am Lagerfeuer ausklingen.

Tag 6 – 26.06.2015

Tag 6 – 26.06.2015

Vilshofen – Burg Feuerstein – Ottengrüner Heide

Um 7:00 Uhr startete wie angekündigt die Beech King Air, der Weckruf war erfolgreich und die Sonne tat ihr übriges. Aufstehen, Zelt abbauen und alles im Flugzeug verstauen.
Die Reise führt uns weiter an der Donau entlang Richtung Norden, vorbei an Deggendorf und Regensburg. Von da an steuerten wir auf die Kontrollzone des Nürnberger Platzes zu, den wir mittig überfliegen durften. Unter einem starten und landen die Verkehrsmaschinen, schöner Anblick den man nicht alle Tage hat.
Nach dem Verlassen der Kontrollzone nahmen wir Kurs auf Burg Feuerstein. Hier haben wir uns nach dem Mittag essen ein wenig die Beine vertreten bevor es weiter in die Ottengrüner Heide ging.
Aufgrund der schlechten Wetterprognose und  den angesagten Gewittern waren wir bei den Ottengrünern sehr gut aufgehoben. Die Dimona konnte in der Halle schlafen und wir konnten in den Jugendräumen nächtigen und hatten so auch Zugriff auf Aufenthaltsraum, Küche und Bad. Schön wenn man immer willkommen ist!

Morgen ist ein Tag Entspannung mit wenigen Flugkilometern geplant, Sonntag wollen wir weiter Richtung Berlin und Ostsee.

Tag 5 – 25.06.2015

Pömetsried nach Zell am See nach Vilshofen

Die wahrscheinlich schönste Etappe des Urlaubs. 3:30 Stunden Flugzeit brachten uns ein ganzes Stück weiter, viel Zeit mit noch mehr Eindrücken.

Morgens brachte uns Peter wieder zum Flugplatz Pömetsried, ein Rundflug mit ihm musste vor Abreise aber noch drin sein. Weiter ging es dann um 10:43 Uhr. Zunächst wieder Flughöhe gut mache um in die Alpen zu fliegen, dort angekommen hangelten wir uns erst mit Hangflug, dann mit Wolkenthermik nach oben um das schwache Steigen zu verbessern. Mit 1.800 Metern näherten wir uns der Zugspitze und stiegen weiter nach oben. Noch war die Zugspitze völlig in den Wolken und auch als wir 1.000 Höhenmeter dazu gewonnen hatten konnte man die Bergstation nur erahnen. Bei 3.000 Metern sahen wir noch immer Wolken, schon fast ein bisschen traurig setzten wir zur letzten Schleife an um danach wieder umzudrehen. Die Sonne spielte mit, kam hervor und die Wolken rückten zur Seite. Ein wahnsinns Anblick lag nun vor uns. Schon fast wie im Film – unsere Geduld hat sich gelohnt. Jetzt konnte der Weg weiter gehen.

Vorbei an der Kontrollzone Innsbruck kamen die imposanten Berge in Richtung Kitzbühler-Alpen hervor. Ab Saalbach begannen wir dann mit dem Sinkflug auf Maiershofen und den Zeller See. Da die Ortschaften hier nicht überflogen werden dürfen mussten wir besonders aufpassen, vor allem aber der Anflug auf Zell am See ist nicht ohne. In gut 1.300 Metern fliegt man gefühlt mit der Flächenspitze am Hang in der Platzrunde vorbei. Der Flugplatz ist super schön und die Mitglieder sehr freundlich.

Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter durch die Alpen Richtung Norden, die Kontrollzone von Salzburg umflogen wir westlich um unser Ziel Vilshofen zu erreichen. Hier wurde dann erneut das Nachlager aufgeschlagen. Direkt an der Landebahn unter der Fläche haben wir gezeltet. Auch hier wieder super nette Leute, die sich sogar um das Weckflugzeug gekümmert haben. Um 7:00 Uhr startete das erste Flugzeug eine Beech King Air – verschlafen? Unmöglich – echte Flugplatzromantik 🙂

Zugspitze
Zugspitze
Nachtlager Vilshofen
Nachtlager Vilshofen

Tag 4 – 24.06.2015

Kempten nach Pömetsried

Nachdem wir gestern den ganzen Nachmittag versucht haben einen Flugplatz in der Nähe von Peter zu finden auf dem wir auch landen dürfen, kam um 21 Uhr die erfreuliche Nachricht – unser Ziel hieß nun Pömetsried.

Von der Sonne geweckt ging es um 09:30 Uhr zurück in die Luft. Nachdem wir an Höhe gewonnen hatten hielten wir Kurs in Richtung Alpen, auch die ersten Thermikwolken ließen nicht lange auf sich warten. Eine halbe Stunde später landeten wir in Pömetsried. Kurze Zeit später holte Peter uns ab.
Sein Auto konnten wir den Tag über nutzen um zur Firma Airbus Defence and Space zu fahren. Die Werksbesichtigung war super interessant, wo sonst kann man die komplette Fertigung von Solargeneratoren für Satelliten sehen. Die Zeit verging so schnell, dass der geplante Besuch der Therme Erding kurzerhand gecancelt wurde. Wir fuhren dafür in eine Sauna in der Nähe, fürs Urlaubs-und Erholungsgefühl vollkommen ausreichend.

Abends ging es dann per Fahrrad zum Essen nach Wolfratshausen wo wir uns mit Peter beim Mexikaner getroffen haben.

Geplant für morgen ist die Zugspitze, danach soll es nach Zell am See gehen bevor wir in Vilshofen einkehren. Mal sehen was so möglich ist.
Der Ausblick ist auf jeden Fall top!

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Tag 3 – 23.06.2015

Speyer nach Winzeln nach Kempten

Nach einer erholsamen Nacht im Wohnwagen waren wir wieder früh auf den Beinen.
Unser Plan von gestern nach Konstanz zu fliegen ist leider ins Wasser gefallen, durch den starken Regen sind die Flugplätze am Bodensee nicht landbar.

Auch Plan B hat sich als nicht praktikabel erwiesen, der Verkehrslandeplatz Friedrichshafen hat zwar eine Asphaltbahn bietet uns aber nicht den richtigen Treibstoff und erhebt zusätzlich 35€ Landegebühren.

Wir sind ja flexibel, also über zu Plan C – der Flugplatz Winzeln-Schramberg bietet eine Asphaltbahn, den richtigen Treibstoff und eine gute Wirtschaft für unsere Stärkung. Nach dem kurzen Zwischenstopp ging es weiter Richtung Bodensee inkl. Durchflug der Kontrollzone Friedrichshafen. Gelandet sind wir dann in Kempten wo wir auch unser Zelt aufgeschlagen haben. Mit zwei geliehenen Fahrrädern vom Flugplatz konnten wir auch noch durch die Stadt radeln.

Insgesamt war es ein super Tag bei durchgehend trockenem Wetter. Die Landschaft rund um den Bodensee ist schon schön anzuschauen, beeindruckend sind dann aber doch die Alpen, die am Horizont auftauchen. Das Pläne machen am Vorabend haben wir noch nicht aufgegeben, wir wollen nach München und unseren Vereinskollegen Peter Ortmann besuchen. Danach soll es eine Firmenbesichtigung bei Astrium geben und zur Entspannung geht es in die Therme Erding. Schwierigkeiten bereiten uns da nur die bayrischen Flugplätze die keine auswärtigen Flieger rein lassen – aber auch da finden wir sicher einen Weg.
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Tag 2 – 22.06.2015

Idar-Oberstein nach Speyer

Um 7 Uhr war die Nacht zu ende. Der nächste Regen war im Anmarsch, wir mussten weiter. Gestartet sind wir gegen 8:30 Uhr und schon kurz danach kamen die ersten Regentropfen. Zum Glück sind wir vor dem Wetter weg geflogen und schon bald wurde es wieder heller am Horizont. In Speyer angekommen verzurrten wir die Dimona und besuchten das Technikmuseum. 5 Stunden später ein kleiner Mittagssnack in der Stadt um danach den im Ticketpreis inkludierten Besuch im I-Max Kino anzusehen „Faszination Fliegen“ erschien uns als sehenswert.

Soweit ein gelungener Tag. Gegen 18 Uhr sollte es weiter nach Süden gehen, doch nach Absprache mit unserem Wetterfrosch Karl Seelbach wurde die Weiterreise auf den nächsten Tag verschoben.
Aussage Karl: „in 30 Minuten steht ihr im Regen..“ – da lag er dieses Mal nicht ganz richtig – es waren nur 25 Minuten 😉

Die Nacht wurde uns freundlicherweise ein Wohnwagen am Flugplatz zur Verfügung gestellt. Bei nasskaltem Wetter doch eine Wohltat!

Nächstes Ziel: Konstanz – dazu aber morgen mehr.